Antragstellung

Hier finden Sie die Förderrichtlinie zum Programm und alle Dokumente für die Antragstellung. Außerdem erfahren Sie, welche Geflüchteten am Programm teilnehmen dürfen.

Die aktuelle Richtlinie „Berufsorientierung für Flüchtlinge - BOF“ vom 29.08.2017 enthält Weiterentwicklungen im Vergleich zur ersten, gleichnamigen Richtlinie vom 07.04.2016.

Die Antragstellung ist mit der neuen Förderrichtlinie nicht mehr an bestimmte Termine gebunden: Handwerksorganisationen können nun fortlaufend Anträge beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) stellen. Laufende Projekte können mit einem neuen Antrag von den Erweiterungen profitieren.

Anträge werden über die Plattform easy online sowie zusätzlich postalisch eingereicht.

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Förderrichtlinie vom 29.08.2017.

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Förderrichtlinie vom 07.04.2016.
 

Die wichtigsten Änderungen der Förderrichtlinie

Bisherige Erfahrungen mit dem BOF-Programm haben gezeigt, dass junge Geflüchtete häufig mehr Zeit und Unterstützung benötigen, um eine Ausbildung im Handwerk beginnen zu können. Daher hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das BOF-Programm flexibler gestaltet.

Die wichtigsten Änderungen der Richtlinie vom 29.08.2017 im Vergleich zur ersten BOF-Richtlinie vom 04.06.2016 sind im Folgenden zusammengefasst und auch rechts als Einlegeblatt zum BOF-Flyer erhältlich.

  • Flexibilisierung der Maßnahmendauer: Je nach individuellem Bedarf des einzelnen Teilnehmenden kann die Maßnahme nunmehr bis zu 26 Wochen dauern – statt bisher nur 13. Damit können die unterschiedlichen Vorkenntnisse der heterogenen Zielgruppe besser berücksichtigt werden und die Anpassung an den Beginn des Ausbildungsjahres wird ermöglicht.
  • Flexibilisierung der Betriebsphase: Die Zeit im Betrieb kann nunmehr bis zu acht Wochen dauern – statt bisher vier. Bei Bedarf kann sie in mehrere Abschnitte aufgeteilt werden. Teilnehmende erhalten dadurch die Möglichkeit, nicht nur verschiedene Betriebe, sondern auch Betriebsabläufe kennen zu lernen.
  • Intensivere Vorbereitung auf die Berufsschule: Die zukünftigen Auszubildenden sollen bestmöglich auf die Anforderungen der Berufsschule vorbereitet werden. Deshalb erhalten sie neben dem Sprachunterricht auch einen intensiven berufsbezogenen Fachunterricht – etwa in Mathematik oder Naturwissenschaften.
  • Personal für Netzwerkarbeit zur Gewinnung von Teilnehmenden: Es sollen mehr junge Geflüchtete über die Inhalte und Chancen der Maßnahme informiert und für die Teilnahme gewonnen werden. Dafür ist die Vernetzung der Träger mit relevanten Partnern in der Region von entscheidender Bedeutung. Deshalb kann eine halbe Personalstelle künftig aus BOF-Mitteln finanziert werden.
  • Teilnahme in Teilzeit möglich, Unterstützung bei der Kinderbetreuung verbessert: Auch junge Familien mit Kindern sollen besser von der Förderung profitieren können. Dafür ist eine Teilnahme in Teilzeit möglich. Der Träger kann bei der Kinderbetreuung unterstützen.
  • Antragstellung nicht mehr an bestimmte Termine gebunden: Handwerksorganisationen können nun fortlaufend Anträge beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) stellen. Laufende Projekte können mit einem neuen Antrag von den Erweiterungen profitieren.
  • Teilnehmende: BOF steht auch Geflüchteten aus berufsvorbereitenden Bildungsgängen an Berufsschulen offen, wenn sie über entsprechende Kenntnisse verfügen.
     

Teilnahmevoraussetzungen (Richtlinie 29.08.2017)

Die Teilnehmenden einer BOF-Maßnahme müssen Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge oder Asylbewerber/-innen bzw. Geduldete mit Arbeitsmarktzugang sein.

Hierzu gehören auch Angehörige der oben genannten Zielgruppe, die im Rahmen des Familiennachzuges nach Deutschland gekommen sind und eine Aufenthaltserlaubnis nach § 27 AufenthG besitzen.

Sie sollen

  • die Vollzeitschulpflicht des zuständigen Bundeslandes erfüllt haben.
  • einen Integrationskurs oder eine vergleichbare Maßnahme absolviert haben,
  • über deutsche Sprachkenntnisse i. d. R. mindestens auf dem Niveau B1 verfügen,
  • Interesse an einer Ausbildung im Handwerk haben und
  • eine konkrete Vorstellung davon haben, in welchen ein bis drei Ausbildungsberufen sie eine vertiefende Berufsorientierung durchlaufen wollen.
     

Teilnahmevoraussetzungen Richtlinie 07.04.2016

Die Teilnehmenden einer BOF-Maßnahme müssen Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge oder Asylbewerber/-innen bzw. Geduldete mit Arbeitsmarktzugang sein.

Sie sollen:

  • d. R. das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
  • einen Integrationskurs oder eine vergleichbare Maßnahme absolviert haben,
  • über deutsche Sprachkenntnisse i. d. R. mindestens auf dem Niveau B1 verfügen,
  • Interesse an einer Ausbildung im Handwerk haben und
  • eine konkrete Vorstellung davon haben, in welchen ein bis drei Ausbildungsberufen sie eine vertiefende Berufsorientierung durchlaufen wollen.