Online-Erfahrungsaustausch zur Potenzialanalyse im Berufsorientierungsprogramm (BOP)
Erfolgreiche Umsetzungsideen, wertvolle Erfahrungen sowie aktuelle Herausforderungen der Potenzialanalyse – zahlreiche BOP-Träger nahmen an insgesamt drei Terminen im Herbst 2025 am regen Austausch und praxisnahen Dialog teil.
Ziel des Austauschs war die Qualitätssteigerung der praktischen Umsetzung der Potenzialanalyse, um deren Wirksamkeit nachhaltig zu sichern. Darüber hinaus wurden mögliche methodisch-didaktische Ansätze zur Optimierung der Durchführung vorgestellt und diskutiert. Den Anfang machten BOP-Träger aus Berlin und Schleswig-Holstein (09.10.2025), gefolgt von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (06.11.2025) sowie Bayern und dem Saarland (13.11.2025).
Folgende von den Trägern im Vorfeld ausgewählte Themen standen im Mittelpunkt des Interesses:
Erkundung beruflicher Interessen und Neigungen
Personalschlüssel in der Potenzialanalyse
Dokumentation und Nutzung der Ergebnisse der Potenzialanalyse im Unterricht
mögliche digitale Anteile in der Potenzialanalyse
Organisation der Potenzialanalyse
Standortbestimmung
Die Standortbestimmung ermöglicht Jugendlichen ein Bewusstsein darüber, an welchem Punkt des Berufsorientierungsprozesses sie stehen und was sie bereits über eigene Stärken und berufliche Interessen wissen.
Viele BOP-Träger berichten, dass sich die Umsetzung dieses Elementes bei Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf sowie bei jenen mit Sprachbarrieren anspruchsvoller gestaltet. Hier ist eine stärker individualisierte und sprachsensibel unterstützte Vorgehensweise notwendig.
Um den genannten Herausforderungen wirksam zu begegnen, haben sich folgende methodische Ansätze bewährt, die den pädagogischen Alltag erleichtern:
- Kleingruppenarbeit: Besonders hilfreich ist die pädagogische Begleitung in Kleingruppen, da diese eine individuellere Begleitung ermöglicht und Schülerinnen und Schülern mit höherem Unterstützungsbedarf entlastet.
- Begriffsklärung vor Aufgaben: Zudem hat sich als wichtig erwiesen, zentrale Kompetenzbegrifflichkeiten vorab zu besprechen und zu erklären, um Missverständnisse zu vermeiden und allen Jugendlichen einen sprachlichen Zugang zu ermöglichen.
- Visuelle Anker im Raum: Als unterstützende Materialien benutzen einige Träger laminierte Karten, die im Raum sichtbar platziert werden. Diese visuellen Anker helfen dabei, relevante Kompetenzbegriffe jederzeit präsent zu halten. Das erhöht die Orientierung und unterstützt die Reflexionsfähigkeit.
Erkundung beruflicher Interessen und Neigungen
Einige BOP-Träger setzen bei der Umsetzung dieses Elementes der Potenzialanalyse auf eine Mischung selbst entwickelter Methoden und Materialien, die auf der BOP-Homepage verfügbar sind.
Besonders zielführend ist dabei die Vielfalt an Aufgaben, um unterschiedliche Stärken und Interessen der Schülerinnen und Schüler abzubilden. Im Austausch zeigte sich, dass Impulsbilder als Methode für eher jüngere Schülerinnen und Schüler geeignet sind, für Gymnasiasten jedoch didaktisch als zu wenig anspruchsvoll eingeschätzt werden.
Auch digitale Tools wie Check-U kommen häufig zum Einsatz, aber auch biographische Aufgaben, die den Jugendlichen helfen, ihre beruflichen Vorstellungen und Neigungen zu reflektieren.
Der Umfang einer Zeitstunde für den Check-U-Test wird von vielen Trägern als zu kurz empfunden, da die wichtige ausführliche Besprechung der Ergebnisse in dem Zeitraum nicht möglich ist. Gerade an Gymnasien wird im Anschluss vor allem ein Studium angestrebt, so dass die Reflexion der Ergebnisse entscheidend dafür ist, stereotype Berufsvorstellungen aufzubrechen.
Reflexionseinheiten
Reflexionsanteile gelten als zentraler Baustein für eine wirksame Potenzialanalyse. Viele Träger berichten, dass eine kurze Reflexion nach jeder Aufgabenstellung sinnvoll ist: Sie stärkt die Reflexionsfähigkeit, schafft Orientierung und hilft den Jugendlichen, eigene Fortschritte im Kontext der Beruflichen Orientierung bewusster wahrzunehmen.
Tipp: Der Podcast „Berufliche Orientierung begleiten“ gibt wertvolle Tipps für Reflexionsgespräche. Weitere Hilfestellung bietet der Artikel „Im Gespräch zur Selbstreflexion anregen“.
Besonders wirksam zeigt sich der Ansatz, nach jeder handlungsorientierten Aufgabe ein kurzes Einzelgespräch zwischen dem Schüler bzw. der Schülerin und einer pädagogischen Fachkraft zu führen. Auch Einzelgespräche am Ende des Tages haben sich bewährt. Dadurch entsteht ein geschützter Rahmen, in dem die Schülerinnen und Schüler offen sprechen und Rückmeldungen besser annehmen können. Besonders wertvoll ist dabei, dass auch stillere Jugendliche Raum bekommen, sich selbst zu äußern.
Die Kombination aus Fremd- und Selbsteinschätzung anhand klar definierter Kriterien funktioniert gut. Die direkte Verknüpfung dieser Kriterien mit der zuletzt bearbeiteten Aufgabe erleichtert den Zugang. Erfahrungen zeigen, dass die erste Reflexionsrunde den Jugendlichen oft noch schwerfällt. Im weiteren Verlauf empfinden sie die Reflexion deutlich einfacher und natürlicher.
Auch Gruppenreflexionen haben ihre Stärke, vorausgesetzt, gut geschultes Personal moderiert die jeweilige Gruppendynamik sicher. So gelingt es, die Gruppe mitzunehmen.
Entscheidend ist insgesamt eine flexible Methodenvielfalt zugeschnitten auf die jeweilige Situation. Bewährt haben sich zum Beispiel:
- Die Fünf-Finger-Methode: Stimmungen oder Gruppengefüge schnell sichtbar machen
- Emotionskarten: Spielerischer und lockerer Ansatz für das Einordnen persönlicher Erlebnisse und Gefühle in der Potenzialanalyse
- Ampelsysteme: Einschätzungen niederschwellig abfragen
- Peer-to-Peer-Feedback ergänzend: Schülerinnen und Schüler geben sich gegenseitig Rückmeldung; unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen
- Vertrauensgespräche zusätzlich bei unsicheren Jugendlichen: Klärung aktueller Situation, auch Persönlichkeit und Selbstbewusstsein stärken; Begleitung des individuellen Berufsorientierungsprozesses kann sichergestellt werden
Ein Träger berichtet, dass der durchgängige Betreuungsschlüssel von 1:4 während der gesamten Potenzialanalyse besonders hilfreich ist. Durch die Arbeit in Kleingruppen erhalten die Jugendlichen mehr Aufmerksamkeit und individuelle Begleitung. Auch wenn dieses Modell finanziell aufwendig ist, zeigt die Praxis, dass dadurch die Qualität der Potenzialanalyse spürbar gesteigert wird.
Insgesamt zeigt die Erfahrung zahlreicher Mitarbeitender, dass Einzelgespräche am stärksten wirken. Hier öffnen sich die Schülerinnen und Schüler mehr als in der Gruppe und die pädagogischen Fachkräfte können gezielt auf ihre Bedürfnisse eingehen.
Binnendifferenzierung - Umgang mit Heterogenität
Im Austausch mit den Bildungsträgern wurde deutlich, wie vielfältig und zugleich herausfordernd die pädagogische Arbeit mit heterogenen Schülerklassen ist. Die Träger berichten, dass sie bereits im Vorfeld wichtige Informationen bei den Schulen erfragen, um Besonderheiten und Unterstützungsbedarfe einzelner Jugendlicher zu kennen. Auf dieser Grundlage werden Schülergruppen so zusammengestellt, dass sie bestmöglich durch qualifiziertes pädagogisches Personal begleitet werden können.
Nicht nur Sprachbarrieren stellen die Träger vor komplexe Aufgaben, sondern auch unterschiedliche familiäre Hintergründe. Bildungsferne Lebenswelten erfordern beispielsweise ein hohes Maß an Sensibilität, Flexibilität und kontinuierlicher Teamreflexion.
Die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler wird als Stärke gesehen. Um dieser Vielfalt gerecht zu werden, werden Aufgaben individuell angepasst, sodass jeder und jede auf dem passenden Niveau arbeiten kann.
Individuelle Begleitung spielt während der Aufgabenbearbeitung eine zentrale Rolle! Dazu gehören sowohl fachliche Unterstützung als auch persönliche Gespräche, die den Jugendlichen helfen, das Erlebte zu reflektieren. 1:1-Gespräche werden als besonders wertvoll angesehen, um die persönliche Situation der Jugendlichen besser zu verstehen.
Auch die bewusst heterogene Gruppenzusammensetzung – eine Mischung aus introvertierten und extrovertierten Jugendlichen – wurde als bereichernd hervorgehoben.
Folgende Methoden haben sich besonders bewährt:
- Der Raum wird mit Piktogrammen strukturiert, auch Satzanfänge erleichtern das Formulieren eigener Gedanken
- Bildgestützte Aufgaben wie beispielsweise ein Interessensfragebogen mit visuellen Elementen reduzieren sprachliche Hürden und helfen den Jugendlichen, einen Zugang zu ihren eigenen Fähigkeiten zu finden.
- Emotionskarten mit bildhafter Darstellung von Gefühlen dienen als kreative Impulse, um eigene Emotionen auszudrücken.
- Auch der Einsatz von Übersetzungstools hat sich längst etabliert. Sprach-Buddys aus der Klasse unterstützen bei der Verständigung im Klassenverbund.
- Materialien werden in drei Schwierigkeitsstufen zur Verfügung gestellt, um unterschiedliche Ausgangslagen der Jugendlichen abzudecken.
- Übersetzung aller Aufgabenstellungen zur Potenzialanalyse in verschiedene Sprachen. So bekommen alle Jugendlichen die gleiche Chance, die Aufgabe zu verstehen und ihre Potenziale zu entfalten.
Besonders wurde betont, wie wichtig ausreichend Zeit und eine angenehme, vertrauensvolle Atmosphäre sind, sowohl für die Bearbeitung der Aufgaben als auch für die anschließende Reflexion. Nur so können die Jugendlichen die Aufgaben in ihrem eigenen Tempo bewältigen und ihre Erfahrungen bewusst einordnen.
Personalschlüssel in der Potenzialanalyse
Für die Durchführung der Potenzialanalyse ist ein angemessener Personalschlüssel von zentraler Bedeutung. Eine transparente Beobachtung und gut nachvollziehbare Fremdeinschätzung der Schülerinnen und Schüler während der handlungsorientierten Aufgaben erfordert einen Beobachterschlüssel von 1:4. Bei anderen Gruppenaufgaben wie biografie- und reflexionsorientierten Aufgaben können bis zu zehn Jugendliche von einer pädagogischen Fachkraft begleitet werden.
In der Praxis zeigt sich jedoch, dass dieser Wechsel des Betreuungsschlüssels je Aufgabenart nicht immer leicht umsetzbar ist und zu organisatorischen Herausforderungen führen kann. Ein Träger berichtete von einer in der Praxis erproben Lösung, während der gesamten Durchführung der Potenzialanalyse durchgehend einen Personalschlüssel von 1:4 einzuhalten. Der erhöhte finanzielle Aufwand wird jedoch bewusst in Kauf genommen, da ein 1:4-Personalschlüssel eine qualitativ hochwertige Durchführung der Potenzialanalyse ermöglicht. Außerdem entfällt dadurch der organisatorisch anspruchsvolle Personalwechsel. Die Planung sowie Durchführung der Potenzialanalyse können konstanter und verlässlicher gestaltet werden.
Im ländlichen Raum zeigt sich zunehmend, wie herausfordernd es ist, qualifiziertes Personal zu finden. Die Bewerbungslage ist angespannt, wodurch die anderen Mitarbeitenden die Mehrarbeit auffangen müssen. Fällt eine Fachkraft krankheitsbedingt aus, ist Ersatz nur schwer organisierbar, was den Ablauf der Potenzialanalyse zusätzlich belastet.
Mögliche digitale Anteile in der Potenzialanalyse
Im Dialog mit den Bildungsträgern zeigt sich ein vielschichtiges Bild zur Rolle digitaler Elemente in der Potenzialanalyse. Grundsätzlich wird der begleitende Einsatz digitaler Tools als sinnvoll betrachtet, jedoch nicht als zentrales Instrument gesehen. Einige Träger berichten, dass technische Voraussetzungen an den Schulen die digitale Umsetzung häufig erschweren.
Gleichzeitig haben sich digitale Formate für bestimmte Settings als hilfreich erwiesen. So werden individuelle Reflexionsgespräche mit Jugendlichen, die krankheitsbedingt nicht in Präsenz teilnehmen konnten, zunehmend digital nachgeholt. Bei Bedarf werden auch den Eltern digitale Reflexionsgespräche angeboten, wenn sie aufgrund ihrer Berufstätigkeit nicht vor Ort sein können.
Einige Träger betonen, dass die analoge Durchführung sehr gut funktioniert und eine stärkere Digitalisierung nicht zwingend notwendig ist.
Hier funktionieren digitale Elemente in der Potenzialanalyse bereits gut:
- Erkundung beruflicher Interessen und Neigungen wird oft durch einen Interessenstest am PC erfasst.
- Handlungsorientierte Aufgaben am Computer (z. B. Minecraft im KoJACK-Verfahren) haben sich als motivierende und lebensweltnahe digitale Planungsaufgabe in der Potenzialanalyse bewährt.
- Im Anschluss an die Potenzialanalyse unterstützt die digitale Berufsfeldauswahl die Planung praxisorientierter BO-Tage.
- Tools wie Canva werden genutzt für organisatorische Abläufe der Potenzialanalyse und für Vorstellung des Instrumentes in der Schule in Form einer Präsentation.
- Im Rahmen des KoJACK-Basis-Verfahrens werden Kompetenzen und Interessen digital erfasst.
Insgesamt zeigt sich, dass digitale Anteile die Potenzialanalyse sinnvoll ergänzen können, indem sie Zugänge erleichtern und praktische Aufgaben bereichern. Dennoch bleibt für viele Träger die persönliche, analoge Arbeit mit den Jugendlichen der zentrale Erfolgsfaktor bei der Umsetzung des Verfahrens.
Dokumentation und Nutzung der Ergebnisse der Potenzialanalyse im Unterricht
Die Dokumentation der Ergebnisse spielt eine zentrale Rolle im gesamten Prozess der Potenzialanalyse. Alle Träger arbeiten mit einem Portfolioinstrument, meist einem eigenen BO-Begleitordner oder dem Berufswahlpass, der aktuell in analoger Form vorliegt.
Einige Träger äußern den Wunsch nach einer digitalen Variante, um die Dokumentation flexibler und nachhaltiger zu gestalten. Eine entsprechende berufswahlapp ist bereits in Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Einsatz und bietet dort eine erprobte digitale Lösung.
Die Erstellung der Kompetenzprofile erfolgt stärkenorientiert: Im Mittelpunkt steht, welche Kompetenzen und Potenziale die Jugendlichen zeigen konnten und wie diese für die bevorstehende Berufsfeldauswahl genutzt werden können.
Um eine wirksame Anschlussfähigkeit im schulischen Kontext sicherzustellen, findet im Anschluss an die Potenzialanalyse ein Austausch mit den Lehrkräften statt. Der geführte Berufswahlpass wird den Lehrkräften übergeben, so dass die im Rahmen der Potenzialanalyse gewonnenen Erkenntnisse im weiteren Unterricht aufgegriffen werden können.
Gleichzeitig zeigen die einzelnen Rückmeldungen der Träger, dass sie sich mit konkreten Empfehlungen zur weiteren Nutzung der Ergebnisse im Unterricht eher zurückhalten. Die Auswertung der Potenzialanalyse wird zur Verfügung gestellt, die inhaltliche Integration jedoch vor allem von der Schule selbst gestaltet.
Diese Einblicke verdeutlichen, dass die Potenzialanalyse als Grundlage für eine kontinuierliche, stärkenorientierte Berufliche Orientierung verstanden wird und Potenzial für eine zukünftig stärkere digitale Dokumentation hat.
Organisation der Potenzialanalyse
Die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Potenzialanalyse erfordert von den Bildungsträgern einen hohen planerischen Aufwand. Vereinzelt findet die Durchführung direkt in den Schulen statt, um Anfahrtswege zum Bildungsträger zu vermeiden und logistische Abläufe zu vereinfachen.
Eine besondere Herausforderung stellt nach Aussage einiger Teilnehmender der nicht exakt planbare Zeitpunkt der Förderzusage durch das BIBB dar. Dies bedeutet, dass Termine und Personalplanung manchmal unter Zeitdruck abgestimmt werden müssen. [Erläuterung des BIBB: Die Bewilligung der BOP-Anträge erfolgt nicht willkürlich, sondern unterliegt haushälterischen Grundsätzen und ist von dem Zeitpunkt der Bereitstellung der Fördermittel abhängig.]
Die verschiedenen BOP-Träger betreuen eine unterschiedlich große Anzahl von Schulen, wobei viele bereits auf eine lange, gut funktionierende Zusammenarbeit mit ihren Partnerschulen zurückblicken. Diese stabilen Kooperationen erleichtern die organisatorische Abstimmung erheblich.
Zusätzlich erschweren Schwankungen der Schülerzahlen aufgrund von Umzug oder Zuzug geflüchteter Jugendlicher die Planung der Potenzialanalyse, indem sie sich sowohl auf Gruppengrößen, als auch auf die spätere Abrechnung auswirken.
Um die Ergebnisse der Potenzialanalyse schneller und präziser auszuwerten, setzen einige Träger zunehmend auf digitale Tools. Ein Träger berichtet beispielsweise vom erfolgreichen Einsatz eines digitalen Auswertungssystems für Beobachtungsbögen. Auch Tablets zur direkten Beobachtung des gezeigten Verhaltens bei den handlungsorientierten Aufgaben werden genutzt, um Beobachtungen strukturiert zu protokollieren.
Die digitale Auswertung der Ergebnisse aus der Potenzialanalyse gewinnt für viele Träger an Bedeutung. Einige greifen bereits auf externe Dienstleister zurück, die bestimmte Auswertungsschritte übernehmen und so die interne Arbeitsbelastung reduzieren.
Trotz dieser Unterstützungsmaßnahmen bleibt die Organisation ein anspruchsvoller Prozess. Die Rückmeldungen der Träger machen deutlich: Wenn die Planung nicht sorgfältig und mit Blick auf alle Details erfolgt, entstehen später Stolpersteile, die den Ablauf erschweren können. Gute Vorbereitung, klare Strukturen und funktionierende digitale Werkzeuge sind deshalb zunehmend wichtige Erfolgsfaktoren für eine gelungene Potenzialanalyse.