Allgemeine Informationen zu den Werkstatttagen

Die Ärmel hochkrempeln und verschiedene Berufe selbst ausprobieren – darum geht es in den Werkstatttagen. Die praktische Erfahrung der Werkstatttage ist für viele junge Menschen ein erster, positiver Kontakt mit der Berufswelt.

Ein Ausbilder steht mit 3 Schüler an einer Werkbank im Bereich Sänitär.

BIBB/BOP, Fotografin: ANNEGRET HULTSCH Photography

Nach der Potenzialanalyse geht es für die Schülerinnen und Schüler in die Werkstatttage. Hier lernen sie mehrere Berufsfelder praxisnah kennen und können erste realistische Vorstellungen von der Berufswelt gewinnen. Die Jugendlichen können in der praktischen Arbeit bislang versteckte Talente zeigen und gewinnen durch diese Erfolgserlebnisse neues Selbstvertrauen.

Auch zeigt ihnen die Praxiserfahrung, wofür schulisches Lernen wichtig ist. Dies hat häufig einen positiven Einfluss auf die schulischen Leistungen: Wer an der Werkbank oder am Schreibtisch erfahren hat, dass er in seinem Wunschberuf Briefe schreiben oder den Dreisatz beherrschen muss, der ist auch in der Schule motivierter.

Die Jugendlichen werden während der Werkstatttage von erfahrenen Ausbilderinnen und Ausbildern angeleitet. In jedem Berufsfeld erhalten sie regelmäßig stärkenorientierte Rückmeldung zu ihrem Verhalten und ihren Fähigkeiten. So entwickeln sie eine erste Vorstellung davon, was im späteren Berufsleben auf sie zukommt und wofür schulisches Lernen wichtig ist.

Die Werkstatttage des Berufsorientierungsprogramms (BOP) finden in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) oder vergleichbaren Einrichtungen statt, nicht in Betrieben. Die Bildungsstätten bieten mit ihren Lehrwerkstätten die ideale Umgebung zum „realistischen Ausprobieren“.

Ein Schüler feilt ein Stück Holz an einer Werkbank.

BIBB/BOP, Fotografin: ANNEGRET HULTSCH Photography

Der Unterschied der Werkstatttage zu einem Praktikum: Die Jugendlichen stehen nicht „daneben“ und schauen den Mitarbeitenden ihres Praktikumsbetriebs bei der Arbeit zu, sondern sie sind selbst aktiv. Und da sie es sind, die in den Werkstatttagen im Mittelpunkt stehen – und nicht etwa laufende Produktions- oder Geschäftsprozesse – können sie sich in geschütztem Raum selbst betätigen.

Die Werkstatttage werden in der Regel in der 8. Klasse durchgeführt. Sie sollten zeitlich möglichst kurzfristig an die Potenzialanalyse anschließen. Und sie sollen so gestaltet werden, dass alle Teilnehmenden – entsprechend den eigenen Stärken – etwas dabei lernen. Je nachdem kann daher eine Berufs- oder eine Studienwahl im Vordergrund stehen.

In den Werkstatttagen dürfen die Jugendlichen verschiedene Berufsfelder austesten. Es handelt sich explizit um berufsübergreifende Felder, denn die Jugendlichen sollen sich in dieser konkreten Phase noch nicht auf konkrete Berufe festlegen, sondern vielmehr die Vielfalt der Berufswelt kennenlernen.

Hier erfahren Sie mehr zu den Berufsfeldern.

Eine Philosophie – verschiedene Wege

Das Berufsorientierungsprogramm wird je nach Berufsorientierungskonzept im jeweiligen Bundesland unterschiedlich umgesetzt. So können Dauer, Bezeichnung und Ausgestaltung der Werkstatttage voneinander abweichen. In 11 von 16 Bundesländern dauern die Werkstatttage zwei Wochen, wie in der Bundesrichtlinie vorgegeben. In den abweichenden Bundesländern finden sich andere Formen der Umsetzung.

Doch trotz teils unterschiedlicher Umsetzung der Werkstatttage – der Grundgedanke ist überall derselbe: Die Jugendlichen erproben “handgreiflich“ verschiedene Berufe in geschütztem Raum und begleitet von erfahrenen Ausbilderinnen und Ausbildern.

Hier erhalten Sie Informationen zur landesspezifischen Ausgestaltung des Programms.

Das perfekte Werkstück

Eine Schülerin zeigt ihr Werkstück aus dem Berufsfeld Glaserei.

BIBB/BOP, Fotografin: ANNEGRET HULTSCH Photography

Häufig wird während der Werkstatttage ein Werkstück erstellt, das die Schülerinnen und Schüler mit nach Hause nehmen können. Das motiviert und macht stolz auf die eigenen Leistungen. Welche Werkstücke dies sind, bleibt der Phantasie und dem Konzept der Ausbildungsstätten überlassen. Es können auch verschiedene Werkstücke mit unterschiedlichen Fertigungs- oder Planungsanforderungen zur Auswahl angeboten werden. Erfolgreiche, weil unter den Schülerinnen und Schülern sehr beliebte Beispiele, sind eine Handytasche, ein Vogelhäuschen oder Bilderrahmen aus Holz, ein gepolsterter Hocker oder ein Stifthalter aus Metall.

In Berufsfeldern wie Hauswirtschaft oder Gastronomie kann es statt eines Werkstücks auch eine Speise oder ein Getränk sein, das von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam konsumiert wird. Ein anderes Beispiel ist eine Backmischung im Glas: Die Jugendlichen können sie mit nach Hause nehmen und sie der Familie oder Freunden präsentieren.

Begeisterung wecken durch Lebensweltbezug

Wichtig ist: Das Werkstück oder Produkt sollte die Jugendlichen interessieren und ihre Begeisterung wecken. Denn nur wenn es etwas mit ihrer Lebenswelt zu tun hat, spricht es sie an und motiviert sie dazu, sich mit einer beruflichen Möglichkeit auseinanderzusetzen. Dies betrifft nicht nur das Werkstück, sondern die gesamte Gestaltung der Werkstatttage: die Ansprache der Schülerinnen und Schüler, die Einrichtung der Werkstätten und Unterrichtsräume, verwendete Materialien und die Art der Aufgabenstellungen.

Im Anschluss an die Werkstatttage befragen die Ausbildungsstätten die Schülerinnen und Schüler, was ihnen gefallen hat und was sie sich anders gewünscht hätten. Die Auswertung dieses Feedbacks liefert hilfreiche Hinweise auf die Weiterentwicklung der Werkstatttage und der Werkstücke. Es hilft den Ausbildungsstätten, eine Berufsorientierung zu schneidern, die eng an den Bedürfnissen der jungen Menschen ausgerichtet ist und ihren Nerv trifft.

Werkstatttage für verschiedene Zielgruppen

Die Werkstatttage können je nach Region, Schultyp und Berufsorientierungskonzept eines Landes, einer Schule oder einer Ausbildungsstätte unterschiedlich ausgestaltet sein.

Eine Schülerin mit Schutzbrille in einem großen Labor.

BIBB/BOP, Fotografin: Julia Kreuzer

Bei den Aufgaben ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler weder zu über- noch zu unterfordern. Nur so sind sie motiviert – und nur so lassen sich ihre Fähigkeiten realistisch beurteilen.

Verschiedene Schultypen

Angebote für Förderschulen sollten entsprechend anders konzipiert sein als Angebote für Gymnasien: Berufswahlinformationen, Berufsfelder, Aufgabendifferenzierung und erwartete Arbeitsgeschwindigkeit müssen sorgfältig an Leistungsfähigkeit und Lernstand der Klassen angepasst werden.

Heterogene Gruppen

Doch kann auch eine Gruppe in sich extrem heterogen sein. In diesem Fall sollten sich die Konzepte der Werkstatttage auch gruppenintern flexibel auf unterschiedliche Lernniveaus und ‑geschwindigkeiten anpassen lassen. Beispielsweise können alle Schülerinnen und Schüler am gleichen Projekt arbeiten – doch ihnen werden unterschiedliche Wege angeboten, das Ziel zu erreichen. So erhält ein besonders starker Schüler nur eine grobe Anleitung, ein schwächerer eine detailliertere.

Ebenfalls beliebt sind kleine Zusatzaufgaben für schnellere Schülerinnen und Schüler, wie zum Beispiel die Anfertigung eines weiteren kleinen Werkstücks. Oft werden die Jugendlichen auch dazu motiviert, sich gegenseitig zu unterstützen, um gemeinsam zum Ziel zu kommen.

Berufsorientierung für Flüchtlinge

Eine Schülerin und ein Ausbilder beugen sich in einer Werkstatt über ein Dokument.

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Berufsorientierung ist auch für Flüchtlinge ganz besonders wichtig. Sie müssen nicht nur ihre beruflichen Perspektiven, sondern auch unser Bildungssystem und unsere Berufswelt kennenlernen. In den Schulklassen der allgemeinbildenden Schulen können sie am „normalen“ Berufsorientierungsprogramm teilnehmen.

Neben dem Berufsorientierungsprogramm an allgemeinbildenden Schulen gibt es seit 2016 das Programm „Berufsorientierung für Flüchtlinge“ (BOF).
Weitere Informationen finden Sie hier.

Wo alle Fäden zusammenlaufen: die Schulen

Das Berufsorientierungsprogramm ist ein Baustein im schulischen Berufsorientierungskonzept. Entsprechend sind Lehrerinnen und Lehrer oder auch Berufseinstiegsbegleiterinnen und -begleiter (BerEb) nicht nur in die Vor- und Nachbereitung der Werkstatttage eingebunden, sondern sie begleiten ihre Schulklassen auch während der Werkstatttage.

Sie sind Ansprechpartner und beobachten das Geschehen oder nehmen selbst an den praktischen Übungen teil. Ihre Anwesenheit wird von den Jugendlichen als persönliche Wertschätzung empfunden. Ihre Beobachterrolle in einem völlig neuen Kontext öffnet ihnen eine neue Sichtweise auf ihre Schülerinnen und Schüler.

Im Anschluss reflektieren die Lehrerinnen und Lehrer und gegebenenfalls auch die BerEb das Erlebte mit ihren Schülerinnen und Schülern in der Schule. Sie unterstützen die Jugendlichen dabei, die gewonnene Erfahrung für die eigene Weiterentwicklung zu nutzen – zum Beispiel, das passende Betriebspraktikum zu wählen. Durch die Erfahrungen in Potenzialanalyse und Werkstatttagen kann diese Wahl und später die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf bewusster und überlegter erfolgen. Das Berufswahlspektrum der Jugendlichen erweitert sich und die Chance auf den für sie "richtigen" Beruf steigt.

Detaillierte Hinweise zur Rolle der Schulen bei Anbahnung, Durchführung und Nachbereitung des Berufsorientierungsprogramms finden Sie hier.

Geschlechtergrenzen aufbrechen

Ein Ausbilder zeigt einer Schülerin an der Werkbank wie man Rohre bearbeiten kann. Das Rohr ist in einem Schraubstock eingespannt.

BIBB/BOP, Fotografin: ANNEGRET HULTSCH Photography

Altenpflege ist unmännlich und Technik langweilig und unkreativ? Im Gegenteil: Im Gesundheitsbereich sind Kraft und Fitness genauso gefordert wie Empathie. Technik ermöglicht Innovation und erfordert die Zusammenarbeit mit anderen Menschen. Doch weil sie zu wenig über die Bandbreite möglicher Berufe wissen und klischeehaften Vorstellungen folgen, wählen Jugendliche oft geschlechtsnahe Berufe.

Eine Aufgabe der Werkstatttage des Berufsorientierungsprogramms besteht also auch darin, den Jugendlichen eine Berufswahl ohne Geschlechterbarrieren anzubieten und so ihr Berufsfeldspektrum zu erweitern. Deswegen werden Gender und Geschlechtervorurteile in Berufswahl, Berufsalltag und Karriere in den Werkstatttagen zum Thema gemacht und die Projekte entsprechend ausgestaltet. Je lebendiger die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass in den meisten Tätigkeiten „männliche“ und „weibliche“ Fähigkeiten gebraucht werden, umso neugieriger macht sie das auf geschlechtsfremde Berufe.

Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Berufsvorstellungen auch frühzeitig als wesentlichen Teil ihrer Lebensplanung verstehen lernen. Gespräche während der Werkstatttage können hierzu einen Einstieg geben. Oftmals denken die Jugendlichen das erste Mal über Fragen nach wie z.B.: Möchte ich Karriere machen und viel Geld verdienen? Soll es ein Beruf werden, der gut mit einer Familie vereinbar ist? Möchte ich eine Option auf berufliche Selbstständigkeit haben oder lieber in Anstellung arbeiten?

Ausbilderinnen und Ausbilder motivieren Jugendliche in persönlichen Gesprächen oder Rollenspielen dazu, sich nicht von stereotypen Vorstellungen leiten zu lassen. Auch hat es sich bewährt, Ausbilderinnen aus mehrheitlich von Männern besetzten Berufen und Ausbilder aus mehrheitlich von Frauen besetzen Berufen einzubinden. Sehr ermutigend ist für die Schülerinnen und Schüler der Austausch mit weiblichen Auszubildenden, die in Berufen mit hohem Männeranteil, und mit männlichen Auszubildenden, die in Berufen mit hohem Frauenanteil tätig sind.

Auch die Sprache ist wichtig: „Männliche“ Berufe erscheinen für Mädchen erreichbarer, wenn z.B. auch von Ingenieurinnen gesprochen wird. Und Vorbilder sind wichtig: „Weibliche“ Berufe werden für Jungen normaler, wenn in den Werkstatttagen auch männliche Berufsvertreter auftauchen.

Broschüre „Geschlecht und Berufswahl – Horizonte erweitern“

Stärke zeigen: Zertifikat und Abschlussgespräch

Ein Schüler mit seiner Mutter beim Feedbackgespräch bei einem Lehrer.

BIBB/BOP, Fotografin: ANNEGRET HULTSCH Photography

Das Berufsorientierungsprogramm schließt mit einem standardisierten Zertifikat ab. Dieses können die Schülerinnen und Schüler bei Bewerbungen um Praktikumsplätze oder einen späteren Ausbildungsplatz vorlegen. Es führt die erprobten Berufsfelder auf und enthält Angaben zu ihren persönlichen Stärken und Fähigkeiten. Eine Vorlage finden Sie hier.

Zusätzlich zur schriftlichen Rückmeldung erhalten die Schülerinnen und Schüler auch ein mündliches Rückmeldegespräch zu ihrer Leistung in den Werkstatttagen. Darin werden Selbst- und Fremdeinschätzung einander gegenübergestellt. Je nach Ausbildungsstätte finden Gruppen- oder Einzelgespräche statt.

Der Kerngedanke des Feedbacks:  Die persönlichen Stärken der Schülerin oder des Schülers werden in den Mittelpunkt gestellt. Im Gegensatz zur Schule wird hier nicht in Noten bewertet und der Finger wird nicht auf Defizite gelegt. Die Jugendlichen erfahren vielmehr, wo ihre Talente liegen und wohin die Reise Berufsorientierung sie weiter führen könnte. So können sie gestärkt, motiviert und mit neuen Ideen aus dieser Phase ihrer beruflichen Findung hervorgehen.

Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern sind explizit eingeladen, an dem Gespräch teilzunehmen, sofern der oder die Jugendliche damit einverstanden ist. Zwar richtet sich die Rückmeldung an die Schülerinnen und Schüler selbst, damit sie ihre weitere Entwicklung selbstbestimmt in die eigene Hand nehmen können – doch haben Lehrkräfte und Eltern mit dem Wissen um die gezeigten Stärken die Möglichkeit, den weiteren Weg ihrer Schützlinge und Kinder bewusst zu begleiten und sie zu bestärken.

In Ausnahmen: Livebetrieb und Hospitationen

Die Werkstatttage geben einen authentischen Einblick in möglichst viele Berufsfelder – doch sie sind kein Ersatz für Betriebspraktika. In erster Linie sollten die Werkstatttage also in einer Lehrumgebung stattfinden und nicht in echten Betrieben. Dennoch gibt es – unter bestimmten Bedingungen – Ausnahmen.

Livebetrieb

Um den Alltag von Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschaftern oder verschiedener Gesundheitsberufe zu demonstrieren, zu deren Aufgaben auch die Auswahl von Lebensmitteln gehört, können die Ausbilderinnen und Ausbilder mit den Jugendlichen zeitlich begrenzt in einen Supermarkt gehen.

Im Berufsfeld Hotel und Gaststätten können Teilnehmende im trägereigenen Bewirtungsraum bedienen oder Pausensnacks verkaufen. Die Gäste sollten jedoch vorab erfahren, dass sie von Schülerinnen und Schüler bedient werden, die im Rahmen der Werkstatttage erste Erfahrungen sammeln.

Voraussetzung ist immer, dass die Jugendlichen nicht in den regulären Arbeitsprozess eingebunden sind. Werden sie in der Nähe realer Arbeitsabläufe tätig oder in sie integriert, ist es noch wichtiger als sonst, dass sie gut von den Ausbilderinnen und Ausbildern unterstützt werden. Alle Beteiligten sollten zudem akzeptieren, dass Fehler vorkommen dürfen.

Formale Bedingungen für die Durchführung von Live-Projekten

Schildern Sie Ihr Konzept in Ihrem Antrag oder wenden Sie sich während der Durchführung an Ihre Ansprechpartnerin/Ihren Ansprechpartner – Sie benötigen die Genehmigung des Bundesinstituts für Berufsbildung.

  • Die Einbindung in einen realen Arbeitsprozess dauert maximal 3,5 Stunden inklusive Wegzeiten und ergänzt ein Berufsfeldprojekt pädagogisch sinnvoll. Es wird pädagogisch und fachlich vorbereitet und nachbereitet.
  • Die Schülerinnen und Schüler werden nicht in den regulären Arbeitsalltag eines Betriebs außerhalb der Bildungsstätte eingebunden.
  • Die Schülerinnen und Schüler ersetzen keine Arbeitskraft.
  • Ausbilderinnen und Ausbilder stehen beobachtend und beratend zur Seite.
  • Kontakt zu Arbeitskräften und vor allem zu Azubis  in Livebetrieben ist erwünscht. So erhalten die Schülerinnen und Schüler einen authentischen Einblick in Alltag und Anforderungen eines Berufs. Allerdings dürfen die Azubis  keine Ausbildertätigkeit übernehmen.

Hospitationen

Überbetriebliche Berufsbildungsstätten können nicht alle Arbeitsumgebungen wie Kindergärten, Pflegeeinrichtungen oder Bauernhöfe realistisch abbilden. Sie können daher Hospitationen anbieten, wenn die Schülerinnen und Schüler dadurch wichtige Erkenntnisse für ihre Berufsorientierung gewinnen. So können sie mit den Jugendlichen z.B. Altenheime besuchen und dort mit den Seniorinnen und Senioren kochen oder Spiele spielen.

Voraussetzung ist, dass die Hospitationen, die maximal 3,5 Stunden inklusive Wegzeiten dauern dürfen, gut vor-  und nachbereitet werden und sinnvoll in das Konzept des Berufsfelds eingebunden sind. Die externen Beteiligten müssen sicherstellen, dass die Schülerinnen und Schüler nicht gefährdet sind.

Hospitationen in den Berufsfeldern Erziehung, Gesundheit/Soziales, Pflege und Landwirtschaft sind generell möglich, wenn sie vom Bundesinstitut für Berufsbildung schriftlich genehmigt wurden. Bei Hospitationen in anderen Bereichen führt das BOP im Vorfeld eingehende Prüfungen durch.

 

ANSPRECHPARTNERIN

Katrin Böhnke
Tel.: 0228 / 107 - 2417
E-Mail: boehnke@bibb.de