Berufsorientierung für Flüchtlinge

Eine intensive 13-wöchige Berufsorientierung eröffnet Flüchtlingen Wege in eine Berufsausbildung. Nicht mehr schulpflichtige junge Flüchtlinge werden Schritt für Schritt auf eine Ausbildung im Handwerk vorbereitet und dabei kontinuierlich begleitet.

Eine junge Frau und Ausbilder beugen sich in einer Werkstatt über ein Dokument.

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Mit der „Berufsorientierung für Flüchtlinge - BOF“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten junge Flüchtlinge vertiefte Einblicke in Ausbildungsberufe des Handwerks. Während der gesamten Maßnahme werden sie fachsprachlich qualifiziert und von einem Projektbegleiter individuell unterstützt. BOF gliedert sich in Werkstatttage, welche in Lehrwerkstätten in geschütztem Raum stattfinden, und eine anschließende Betriebsphase.

BOF ist Teil der gemeinsamen Qualifizierungsinitiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“ des BMBF, der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Bis zu 10.000 junge Flüchtlinge sollen eine Chance auf eine Ausbildung im Handwerk erhalten.

Werkstatttage zur vertieften Berufsorientierung

Ein Ausbilder erklärt einem jungen Mann etwas an einer Standbohrmaschine. Beide tragen einen blauen Overall und eine Sicherheitsbrille.

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Die Werkstatttage finden in den Lehrwerkstätten von überbetrieblichen Berufsbildungsstätten der Handwerksorganisationen (ÜBS) oder ihrer Kooperationspartner statt. Dort erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich intensiv mit ein bis drei Berufen zu beschäftigen, in denen sie sich eine Ausbildung vorstellen können. Neun Wochen lang testen sie in Vollzeit aus, ob die ausgewählten Berufe tatsächlich ihrer persönlichen Eignung und Neigung entsprechen.

Während der Werkstatttage erfahren sie außerdem mehr zu Aufbau und Inhalten der dualen Ausbildung in den gewählten Berufen und werden auf die Anforderungen der Berufsschule vorbereitet.

Betriebsphase zur Erprobung des Wunschberufs

Ein junger Mann steht auf einer Baustelle vor einem Neubau. Er hat ein weißes T-Shirt sowie eine taupefarbene Latzhose an. Auf seiner rechten Schulter trägt er zwei Latten die er mit seiner rechten Hand festhält.

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Auf der Grundlange ihrer Erfahrungen während der Werkstatttage entscheiden sich die Teilnehmenden für einen Ausbildungsberuf, den sie während der Betriebsphase in einem Handwerksunternehmen weiter austesten. Hier wenden sie, vier Wochen lang in Vollzeit, die zuvor erworbenen Kompetenzen in der betrieblichen Praxis an. Sie erleben Arbeitsabläufe hautnah und lernen den Betrieb kennen. Umgekehrt lernt der Betrieb potenzielle Auszubildende kennen.

Vermittlung berufsbezogener Sprachkenntnisse

Während der Werkstatttage erhalten die Teilnehmenden berufsbezogenen Sprachunterricht. In der anschließenden Betriebsphase werden die Sprachkenntnisse im Arbeitsprozess weiter vertieft.

Projektbegleitung während der gesamten Maßnahme

Drei Personen in blauen Overalls betrachten eine Bohrvorrichtung in einer Werkstatt. Der rechts im Bild stehende Mann hält das Werkzeug in der Hand, der links stehende Mann hält ein Papier in der Hand. .

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Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren von einer intensiven, individuell auf sie zugeschnittenen Begleitung. Von der Projektbegleitung erhalten sie regelmäßige mündliche Feedbacks und schriftliche Dokumentationen zu ihren Lernfortschritten. Die Projektbegleitung sorgt auch für die Vermittlung der Teilnehmenden in eine Ausbildung oder gegebenenfalls in eine weiterführende Maßnahme.

Im Anschluss an BOF sollen die Teilnehmenden direkt an einen Ausbildungsbetrieb vermittelt werden. Ist ein direkter Übergang in eine Ausbildung nicht möglich, können sie in einer weiterführenden Maßnahme (z.B. in einer Einstiegsqualifizierung oder einem betrieblichen Orientierungspraktikum) bis zum Beginn der Ausbildung weiter qualifiziert werden.

Eine junge Frau steht an einer Werkbank. Sie hat einen blauen Overall sowie eine Sicherheitsbrille an. In der rechten Hand hält sie einen Hammer und in der rechten Hand einen Meißel. Ihr Blick richtet sich auf ein Holzstück, welches am Werktisch befestigt ist.

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Projektförderung

Die BOF-Förderrichtlinie des BMBF ist am 20. April 2016 in Kraft getreten. Sie gilt bis zum Ablauf des 31. Dezember 2018.

 „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“

Junge, nicht mehr schulpflichtige Flüchtlinge sollen in einem mehrstufigen Verfahren – Integrationskurs, allgemeiner und dann vertiefter Berufsorientierung – für die Einmündung in eine betriebliche Ausbildung im Handwerk fit gemacht werden.

Dies ist das Ziel der gemeinsamen Initiative des BMBF, der BA und des ZDH. Die Initiative wurde am 5. Februar 2016 mit einer gemeinsamen Pressekonferenz gestartet.

Ein junger Mann bearbeitet ein Holzstück mit einer Feile.

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