Exkurs: Bild- und Tongestaltung

Bin ich von meinem Werkstatttag begeistert oder gelangweilt, bin ich stolz oder frustriert? Mit verschiedenen Kniffs können die Schülerinnen und Schüler ihre Stimmung gezielt im Videotagebuch ausdrücken. Das Comic-Tutorial zeigt, wie es geht.

Totale

Eine Totale gibt einen Überblick über einen Ort oder einen Gegenstand.

Du willst zeigen, wo du bist? Dann nutze die Totale. Sie hilft ,sich zu Orientieren. Achtung: Behalte eine Totale für mindestens 3 Sekunden bei, damit man genug Zeit hat, sich alles anzuschauen.

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Halbtotale

Alle weiteren Einstellungen wie z.B. die Halbtotale dienen dazu den Blick auf etwas Genaueres und Spezielles zu lenken.

In der Halbtotale beispielsweise lassen sich Gegenstände in Bezug zueinander setzen.

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Nahe

Die nahe Einstellung lenkt den Blick auf das was Du zeigen willst und Du ausdrücken möchtest.

Etwas sehr nah zu sehen, bedeutet auch, es sehr groß und genau zu sehen. Nahe Einstellungen wirken deshalb oft eindrucksvoll.

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Detail

Mit Details lenkst den Blick auf einen bestimmten Ausschnitt des Gegenstandes.

Eine Einstellung im Detail wirkt wie der Blick durch eine Lupe, das gezeigte wirkt außergewöhnlich und dadurch interessant.

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Normalperspektive

Bei der Normalperspektive ist die Kamera auf Augenhöhe mit dem Gegenstand (Werkbank, Schraubstock).

Der Gegenstand wird bei der Normalperspektive möglichst neutral und objektiv dargestellt.

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Vogelperspektive

Bei der Vogelperspektive wird ein Gegenstand oder Ort von oben herab gezeigt (Werkbank, Schraubstock, Werkstücke).

Mit der Vogelperspektive lässt sich ein Überblick gebe, aber auch zeigen, wie klein und unbedeutend etwas ist.

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Froschperspektive

Bei der Froschperspektive zeigt die Kamera den Gegenstand aus einer Untersicht (Werkbank, Schraubstock mit Werkstück).

Die Froschperspektive lässt einen Gegenstand groß, mächtig oder bedrohlich wirken. Egal welche Größe er in Wirklichkeit hat.

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Licht

Die Farben leuchten, Konturen und Struktur der Gegenstände sind gut sichtbar.

Genügend Licht sorgt für ein positives Bild mit brillanten Farben und scharfen Konturen. Licht sorgt für eine heitere Grundstimmung. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass bei der Aufnahme die Lichtquelle immer im Rücken der Kamera ist. Ansonsten herrscht Gegenlicht und die Gegenstände sind nur schlecht zu erkennen.

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Schatten

Die Aufnahme zeigt dunkle Bereiche, neben hellen Bereichen.  Schatten lassen die Dinge dramatisch und düster oder deprimierend erscheinen.
 
Schatten finden sich nur da wo auch Licht ist.  Im Schatten werden die Farben weniger bis gar nicht dargestellt. Mit Schatten zu drehen bedeutet, mit Kontrasten zu arbeiten. Kontraste können im Bild Spannung erzeugen.

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Wie etwas wirkt, hängt sehr stark von der Perspektive ab. Im Film bestimmt allein der Blickwinkel der Kamera, ob etwas großer oder klein, mächtig oder schmächtig wirkt. Manchmal macht eine besondere Perspektive aus etwas Alltäglichem aber auch etwas ganz Besonderes.

Neben der Perspektive spielt auch das Licht eine große Rolle bei der Bildgestaltung. Mit Licht und Farben verknüpfen wir eher positive Eindrücke, mit Schatten und Dunkelheit eher negative. Auch können durch Schatten und Licht ausdrucksstarke Effekte erzeugt werden.

Wichtig ist auch die Einstellungsgröße – mit Totale, Halbtotale, Nah- und Detailaufnahme kann man verschiedene Aussagen gezielt ausdrücken.

Alle Ausdruckmöglichkeiten ergeben sich also aus der Kombination von Einstellungsgröße, Perspektive und Licht. Das Comic-Tutorial zeig, wie es geht. Ausprobieren!