#Handlung

Für die erfolgreiche Bewältigung der verschiedenen Phasen, die Jugendliche während der Berufsorientierung durchlaufen, sind Kompetenzen notwendig. Diese sind im Thüringer Berufsorientierungsmodell in drei Bereiche geclustert. Hier geht es um:

Kompetenzen im Bereich Handlung

Exploration

Die Suche nach Informationen, die für eine wohlbegründete Entscheidung für den nachschulischen Bildungsweg notwendig sind, umfasst die Beschäftigung mit den eigenen Interessen, Fähigkeiten und Werten sowie den Möglichkeiten, die der Ausbildungsstellenmarkt, die Hochschullandschaft und der Arbeitsmarkt generell bereitstellen. Dazu gehört es, möglichst viele Informationen zu beschaffen, unterschiedliche Quellen einzubeziehen, Vor- als auch Nachteile von Alternativen zu betrachten, Erfahrungen zu reflektieren und darauf basierend nach neuen Informationen zu suchen.

Steuerung

Berufswahlkompetente Jugendliche haben die Fähigkeit, sich geeignete Lernziele zu setzen, sowie diese zu planen und zu erreichen. Dabei spielt der Umgang mit unterschiedlichen Informationsquellen (wo bekomme ich welche Informationen?) und die Aktivierung möglicher Hilfen (z. B. Lehrer, Berufsberater, Praktikumsbetreuer im Betrieb, Studienberater in der Hochschule) eine zentrale Rolle. Aber auch die Fähigkeit, Informationen zu sammeln, zu dokumentieren und zu behalten, ist hierfür bedeutsam.

Problemlösen

Berufswahlkompetente Jugendliche können erkennen, dass es sich bei der Erarbeitung einer gut begründeten Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium um einen längerfristigen Problemlöseprozess mit Teilzielen handelt. Sie haben Vorstellungen über die Facetten einer Berufswahlentscheidung und wissen, dass unterschiedliche Wege zum Ziel führen können. Wenn sie auf Schwierigkeiten stoßen, sind sie in der Lage, Hilfen zu aktivieren. Sie führen ihren Plan aus und reflektieren das Ergebnis ihres Tuns in Hinblick auf ihr Ziel.

Stressmanagement

Berufswahlkompetente Jugendliche reagieren auf Schwierigkeiten aktiv und problemfokussiert und nicht mit Abwarten oder Problemvermeidung.  Sie können sich selbst beruhigen, indem sie auf ihre Stärken achten und das Problem als vorübergehend und nicht allein durch sie verursacht wahrnehmen Sie begreifen Rückschläge als Lernmöglichkeit.

Quelle: Berufs- und Studienorientierung - Erfolgreich zur Berufswahl. Ein Orientierungs- und Handlungsmodell für Thüringer Schulen. Materialien-Nr. 165