Modellprojekte zur beruflichen Orientierung an Gymnasien in der Sekundarstufe I

Im Schuljahr 2019/20 fördert das BMBF an vierzehn Orten Modellprojekte zur beruflichen Orientierung an allgemeinbildenden Gymnasien in der Sekundarstufe I.

Icon für Modellprojekte für Gymnasien im Berufsorientierungsprogramm.

Die BOP-Programmsäulen „Potenzialanalyse“ und „Werkstatttage“ werden hier in einer neuen, speziell auf Gymnasien zugeschnittenen Form gestaltet. Dabei gibt es nicht „die eine“ Lösung; die Modellprojekte bieten vielmehr Freiraum, mit unterschiedlichen zeitlichen, organisatorischen und inhaltlichen Rahmenbedingungen zu experimentieren. Die Bildungsträger greifen in den Berufsfeldern der Werkstatttage gleichermaßen Tätigkeiten aus dualen und akademischen Bildungswegen auf. Die meisten von ihnen kooperieren dazu mit Hochschulen. Die Programmstelle Berufsorientierung im Bundesinstitut für Berufsbildung wird die Modellprojekte wissenschaftlich begleiten und aus den Erkenntnissen konzeptionelle Eckpunkte für die Zusammenarbeit mit Gymnasien im BOP entwickeln.

ABW Angermünde

Anzahl der Gymnasien im Projekt: 2
Dauer der Potenzialanalyse: 1 Tag
Dauer der Werkstatttage: 6 Tage

Die Schülerinnen und Schüler werden drei von zwölf angebotenen Berufsfeldern jeweils zwei Tage lang durchlaufen, darunter u.a. Architektur, Metall/Engineering und Holz. Die Werkstatttage werden teilweise bei kooperierenden Hochschulen vor Ort umgesetzt. Für jedes Berufsfeld liegt eine Komplexaufgabe vor, die einen in sich geschlossenen Arbeitsprozess simuliert. Die große Bandbreite von Tätigkeitsbereichen und deren Verzahnung wird auf diese Weise verdeutlicht.

http://www.abw-ang.de/

Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gemeinnützige GmbH, Ansbach


Anzahl der Gymnasien im Projekt: 1
Dauer der Potenzialanalyse: 1 Tag
Dauer der Werkstatttage: 4 Tage

In den Werkstatttagen werden die Teilnehmenden in Zusammenarbeit mit einer Hochschule duale und akademische Tätigkeiten aus vier ausgewählten Berufsfeldern (Architektur/Bau, Wirtschaft/Verwaltung und Elektro, Gesundheit/Erziehung und Soziales) kennenlernen, die zu einem interdisziplinären Werkstück zusammengeführt werden: Die Schülerinnen und Schüler entwerfen ein energieeffizientes und ökonomisches Einfamilienhaus als Architekturmodell, bauen dafür eine Solaranlage und entwerfen ein Marketingkonzept.

https://www.bfz.de/

BTZ des Handwerks GmbH, Lingen

Anzahl der Gymnasien im Projekt: 2
Dauer der Potenzialanalyse: 1 bzw. 2 Tage
Dauer der Werkstatttage: 4 bzw. 8 Tage

Die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Gymnasien werden in zwei unterschiedlichen zeitlichen Modellen die Berufsfelder „Wirtschaft, Kommunikation und Digitalisierung“, „Naturwissenschaften“, „Marketing, Kommunikation und Medienmanagement“ sowie „Design und Projektmanagement“ kennenlernen. Es werden in erster Linie Projekte umgesetzt, die sich mit Lösungen für Umweltprobleme beschäftigen.

http://www.btz-handwerk.de/ausbildung-umschulung/berufsorientierungsprogramm-bop/gymnasien.html

Handwerkskammer Südwestfalen, Arnsberg

Anzahl der Gymnasien im Projekt: 2
Dauer der Potenzialanalyse: 1 Tag (Landesprogramm)
Dauer der Werkstatttage: 5 Tage

Die Schülerinnen und Schüler können aus drei verschiedenen Blöcken auswählen, die jeweils aus zwei Berufsfeldern bestehen:

Block A: sozial-pflegerisch/kaufmännisch-verwaltend (Pädagogik/Tourismus Eventmanagement)
Block B: handwerklich-technisch/künstlerisch-kreativ (SHK/Maler, Design, Innenarchitektur)
Block C: künstlerisch-kreativ/ handwerklich-technisch (Maler/Maschinenbau)

Die Jugendlichen werden dann zwei Projekte jeweils 2-tägig als Projektworkshop durchlaufen, im sozial-pflegerischen Block hospitieren die Teilnehmenden in einer Kita. Am letzten Tag soll eine moderierte Podiumsdiskussion mit den Schülerinnen und Schülern, Vertreterinnen und Vertretern von Hochschule und Unternehmen stattfinden.

www.hwk-swf.de

Handwerkskammer Cottbus

Anzahl der Gymnasien im Projekt: 2
Dauer der Potenzialanalyse: 1 Tag (Landesprogramm)
Dauer der Werkstatttage: 8 Tage

Die Durchführung erfolgt in enger Kooperation mit einer Hochschule, deren Dozenten die Handwerkskammer vor Ort unterstützen. Die Werkstatttage sind auf die ausbildungsintegrierten dualen Studiengänge in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen ausgerichtet. Die Schüler durchlaufen während des Projekts verschiedene Werkstätten in den Bereichen: Holz, Metallbau, Anlagenmechanik-SHK und Elektrotechnik. Die beiden zuletzt genannten werden zu einem Projekt aus dem Bereich Smart Home verknüpft.

www.hwk-cottbus.de

Handwerkskammer Potsdam

Anzahl der Gymnasien im Projekt: 4
Dauer der Potenzialanalyse: 1 Tag (Landesprogramm)
Dauer der Werkstatttage: 5 bzw. 8 Tage

Die Handwerkskammer Potsdam bietet zwei Formen der Werkstatttage an. Bei der 5-tägigen Variante werden nach der Potenzialanalyse zwei Berufsfelder inkl. Hospitation/Betriebsexkursion folgen, bei der 8-tägigen Variante 3-4 Berufsfelder inkl. Hospitationen/Betriebsexkursion. Um die enge Verzahnung von Berufsfeldern zu vermitteln, wurden drei Themenbereiche gebildet, in denen jeweils zwei Berufsfelder verknüpft werden: Gebäudetechnik (SHK/Elektro), Gestaltung (Holz/Metall-Kunststoff) und Mobilität (Fahrzeuge/Elektro). Es sind zwei Hochschulen in das Projekt eingebunden.

www.hwk-potsdam.de

SR Bildungszentrum Wismar GmbH

Anzahl der Gymnasien im Projekt: 2
Dauer der Potenzialanalyse: 2 Tage
Dauer der Werkstatttage: 6 Tage

Die Schülerinnen und Schüler können aus neun Berufsfeldern drei auswählen. Jeweils ein Tag pro Berufsfeld ist einerseits für die Erprobung von Tätigkeiten aus Ausbildung und andererseits für Tätigkeiten aus akademischen Berufen geplant. Die Werkstatttage finden teilweise an einer Hochschule statt. Angebotene Berufsfelder sind Holz, Metall, Bau, Farbe/Raumgestaltung, Wirtschaft und Verwaltung.

www.bz-wismar.de