„20 Jahre BOP - 10 Jahre Rückblick und 10 Jahre Ausblick“: Jahrestagung des Berufsorientierungsprogramms eröffnet

Zum 10-jährigen Jubiläum des Berufsorientierungsprogramms wurde auf einige Stationen des Programms zurückgeschaut, aber auch der Blick auf die Zukunft gerichtet. Während des ersten Veranstaltungstages bauten Schülerinnen live einen Foodtruck.

Gruppenfoto:Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (MdB) mit Schülerinnen des Live-Projekts „Foodtruck“ sowie VertreterInnen des bfz.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (MdB) mit Schülerinnen des Live-Projekts „Foodtruck“ und VertreterInnen des bfz
v.l.n.r.: Artur Petermann (bfz Bamberg), Yvonne Schwarz (bfz Radolfzell), fünf Schülerinnen der Maria-Ward-Realschule (Bamberg), Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (MdB), Wolfgang Braun (Geschäftsführer bfz - Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH)

BIBB/BOP - Fotograf: Stephan Röhl

„Es war und ist richtig, frühzeitig berufliche Orientierung in den Schulen möglich zu machen. Der Bedarf war und ist groß.“, so Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (MdB) bei der Eröffnungsrede der Jahrestagung des Berufsorientierungsprogramms, das in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feiert. Das Programm kann auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Rund 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler haben bereits an dem Programm teilgenommen, 300 Bildungsträger haben das Berufsorientierungsprogramm zusammen mit rund 3.000 Schulen umgesetzt.

Zum 10-jährigen Jubiläum wurde auf einige Stationen des Programms zurückgeschaut, aber auch der Blick auf die Zukunft gerichtet. Unter den Fragestellungen „Wohin entwickeln sich Berufsfelder in Zukunft? Was bedeutet das für die Berufsorientierung? Wie können die bewährten BOP-Berufsfelder in Richtung neuer Technologien und ihrer Einsatzmöglichkeiten weiterentwickelt werden?“ waren Träger aufgerufen worden, ein berufsfeldübergreifendes „Werkstück “ zu konzipieren und dieses live auf der Jahrestagung mit den Schülerinnen und Schülern zu erstellen.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (MdB).

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (MdB) bei der Eröffnungsrede

BIBB/BOP - Fotograf: Stephan Röhl

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (MdB) prämierte das Live-Projekt „Foodtruck“ im Namen des Bundesministeriums für Bildung Forschung. Es wurde von den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH geplant und durchgeführt. Das bfz zeigte in seinem Konzept anschaulich, wie ein berufsfeldübergreifendes Werkstück aussehen kann. Wichtige Kennzeichen der Arbeitswelt von morgen sind die zunehmende Flexibilisierung und Digitalisierung in den Arbeitsprozessen. Selbst klassische Handwerksberufe sind heute in weiten Teilen digital.

Diese Entwicklung wurde im Projekt aufgegriffen: Aus der klassischen Imbissbude mit Currywurst und Pommes wurde ein moderner Foodtruck, der den digitalen Wandel der Berufswelt repräsentiert und mit der multimedialen Welt der Jugendlichen verknüpft. Eindrucksvoll zeigt das Projekt Foodtruck, wie unterschiedlichste Tätigkeiten in einem Projekt vereint werden können: Schreinern, Grafiken erstellen, Streichen, Löten, Programmieren, Nähen oder die Erstellung von Produkten im 3-D Drucker. Beim Bau und bei der Ausstattung des Foodtrucks erprobten sich die Jugendlichen in zehn Berufsfeldern und lernten das Zusammenspiel klassischer und moderner Tätigkeiten im Berufsalltag kennen.

Bauteile und Ausstattung des Foodtrucks wurden während der Werkstatttage in den letzten Wochen an den bfz-Standorten Bamberg, Radolfzell und Neumarkt in der Oberpfalz vorbreitet. Neben den Holz- und Farbarbeiten wurden unter anderem eine digitale Speisekarte grafisch gestaltet und Solarpanels zum Laden von Smartphones gelötet und die Alarmanlage zusammengebaut.

Schülerinnen beim Zusammenbau des Foodtrucks.

BIBB/BOP - Fotograf: Stephan Röhl

Am Veranstaltungsort in Berlin setzten Schülerinnen aus Bamberg die Bauteile dann zusammen. Sie wurden dabei von Reporter Simon begleitet, der schon in den Werkstatttagevideos des Programms verschiedene Berufsfelder testete. Aus dem Plenum wurde immer wieder live zu Reporter Simon geschaltet, sodass das Publikum über die Großleinwand den Fortschritt des „Foodtruck-Projekts“ live verfolgen konnte.

Bis zum Nachmittag des ersten Veranstaltungstages wurde der Truck fertiggestellt und kann während der Messe und auch noch am zweiten Veranstaltungstag bestaunt werden.

„Die Idee: Handwerk trifft digital - wir bauen einen Foodtruck“ - Vorbereitungen in Bamberg


In Kürze online: Kurzdokumentation zur Jahrestagung Hier finden Sie in Kürze Impressionen sowie eine Kurzdokumentation der Veranstaltung.